meine neue Gesichtspflegeroutine | #1 was hat sich verändert?



Die Gesichtspflege & ich, ja, das war schon immer ein heikles, aber sehr wichtiges Thema für mich. Ich hatte schon immer ziemlich pflegebedürftige Haut, die nicht nur mit Wasser & einfacher Niveacreme zufrieden war. All zu oft habe ich mich bei der Produktauswahl von Versprechungen auf der Verpackung leiten lassen & das gekauft, was sich vermeintlich nach etwas Gutem für meine Haut anhört. Viel zu selten habe ich aber dabei auf die Inhaltsstoffe geachtet, geschweige denn mich richtig mit ihnen auseinander gesetzt. Dabei gibt es so viel zu hinterfragen. Ist Alkohol wirklich notwendig, um unreine Haut zu „desinfizieren“? Ist Sonnenschutz wirklich nur was für die Sommermonate?
Mit diesen und weiteren Fragen habe ich mich in den letzten Monaten intensiv auseinander gesetzt. Dass es nicht immer einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg zu verschiedenen Dingen gibt, ist mir bewusst. Viele Sachen sind nicht komplett belegt & jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Inhaltsstoffe er an seine Haut lassen möchte, welche nicht & was er am besten verträgt. Ich werde euch daher „nur“ von meinen persönlichen Entscheidungen und Erfahrungen berichten.



 


Dieses große Thema werde ich euch in 3 Teilen vorstellen.
In diesem Teil geht es um meine ersten Schritte zu meiner neuen Pflegeroutine & Begriffserklärungen. Im 2. & 3. Teil werde ich euch meine neue Morgen- und Abendroutine incl. aller Produkte vorstellen.



Nach gründlicher Recherche (wälzen chemischer Fachliteratur etc.) stand für mich fest, dass ich in meiner Gesichtspflege ab sofort auf Parfum (reizende Duftstoffe), (schlechten!) Alkohol, aggressive Tenside & mechanische Peelings (mit Körnchen) verzichten möchte. Sprich, meine Hautpflege soll ab sofort reich an Wirkstoffen sein, ohne irgendwelchen unnötigen (schädlichen) Schnickschnack.


Aber was bedeutet überhaupt reizarm? Was sind aggressive Tenside & welche Alkohole sind „gut“ bzw. „schlecht“?
Diese und weitere Fragen möchte ich euch im folgenden beantworten.


 



Woran erkenne ich, dass meine Haut gereizt ist? Welche Stoffe reizen bzw. irritieren unsere Haut?  


Gereizte Haut ist meist eines: gerötet. Außerdem juckt sie, spannt & löst sich manchmal nach einigen Tagen ab. Aber auch wenn diese ganzen Anzeichen wieder abgeklungen sind, hat sich noch viel mehr an der Haut verändert. Nämlich wird die Talgproduktion gesteigert, was man an einer glänzenden T-Zone erkennen kann & im schlimmsten Fall resultieren daraus noch Unreinheiten. Ihr seht, es ist wirklich sinnvoll sich genauer mit irritierenden Stoffen auseinander zu setzen & diese nach Möglichkeit zu vermeiden.



Reizen können:

  •  Duftstoffe

Reizende Stoffe, wie z.B. Duftstoffe können auf unserer Haut zu Rötungen & Irritationen führen. Daher ist es sinnvoll auf Stoffe wie Menthol, Geraniol, Eugenol, Farnesol, Limonene, Citral, Coumarin, Cinnamal, Citronellol zu verzichten
Diese Stoffe sind, wie der Name schon sagt, für den Geruch eines Produktes verantwortlich.
Zu den Duftstoffen zählen auch ätherische Öle und Pflanzenextrakte, wie z.B. Orangen- & Zitrusöl und Hamamelis (auch Which Hazel & Zaubernuss genannt). Ja ihr lest richtig, auch Hamamelis, was für seine äußerst pflegende und beruhigende Eigenschaft bekannt ist, kann die Haut ganz schön irritieren. 


Achtung! Sehr irreführend ist die Bezeichung „Parfum“ (=Fragrance) in den Inhaltsstoffen. Das beudetet nämlich, dass nur sehr wenig Duftstoffe im Produkt enthalten sind, denn ab einer bestimmten Menge, müssen die einzelnen Stoffe mit exaktem Namen deklariert werden.

  •  Alkohol

Alkohol ist nicht gleich Alkohol. Es gibt nämlich „bösen“ Alkohol, wie Alcohol (Ethanol, Ethylalcohol) Alcohol denat., Benzyl Alcohol & Isopropyl Alcohol. Diese Alkohole trocknen die Haut aus & machen sie anfälliger für Keime, was wiederum zu vermehrten Unreinheiten führen kann. Zum anderen gibt es dann den „guten“ Alkohol. Wer sich etwas mehr in der Chemie auskennt, weiß, dass diese „guten Alkohole“ auch Fettalkohole genannt werden.
Beispiele aus Pflegeprodukten hierfür sind: 
Cetylalkohol, Cetearylalkohol, Stearyalcohol, Behenylalcohol & Arachidylalcohol 
Diese „guten“ Alkohole haben pflegende Eigenschaften & machen ein Produkt reichhaltiger.  
 

  • Tenside     

Tenside sind verantwortlich, dass Reinigungsprodukte Schmutz lösen. Aber auch hier muss man zwischen milden und aggressiven Tensiden unterscheiden, welche ein Irritationspotenzial haben. Sehr irritierend sind z.B. Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate,
Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Cocoate, Sodium Myreth Sulfate, Sodium Lauryl
Sulfoacetate & Sodium Palmitate

Milde Tenside sind dagegen, Coco Glucoside, Decyl Glucoside, Lauryl Glucoside & Laurdimonium Hydroxypropyl Hydrolyzed Wheat Protein.






  •  mechanisches Peeling



 
Mechanische Peelings besitzen relativ feine Körnchen aus beispielsweise gemahlenen Aprikosenkernen, Seesand, Kleie, Bims etc. Diese entfernen oberflächliche Hautschüppchen durch Reibung. Bei diesem Art von Peeling besteht die Gefahr, dass die Haut durch die scharfen Partikel feine Verletzungen bekommt (nicht unbedingt sichtbar), durch welche Bakterien etc. eindringen und für Unreinheiten sorgen können.
Auch viele (nichtelektrische) Gesichtsreinigungsbürsten sollen als Peeling dienen. Meist sind diese aber total kratzig und schaden der Haut mehr, als sie nutzen können.
Deshalb benutze ich alternativ chemische Peelings. Dazu aber mehr im nächsten Post.






Generell handhabe ich das so: bei Produkten, die auf dem Gesicht verweilen, wie z.B. Creme, Serum,… achte ich darauf, dass wirklich kein reizender Stoff enthalten ist. 
Bei Produkten, die abgewaschen werden, wie z.B. Reinigunscreme, sehe ich das ganze nicht sooo eng, da das Zeug ja nicht auf der Haut bleibt. Da ist das Reizpotenzial viel geringer.






 



Ihr seht, es ist wirklich sinnvoll, sich genauer mit Inhaltsstoffen in Gesichtsprodukten auseinanderzusetzen. Meine „unruhige“ Mischhaut mit einzelnen Unreinheiten und trockenen Stellen habe ich mit dieser Methode wieder weitestgehend in’s Gleichgewicht gebracht. Welche Produkte genau mir dabei geholfen haben, seht ihr in den nächsten beiden Teilen, wenn ich euch meine Morgen (#2)- sowie Abendroutine (#3) vorstelle.


Bis bald!

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