11 Tipps rund um Babykleidung
-im ersten Lebensjahr-

Ein großes Thema, worauf die meisten werdenden Eltern früher oder später stoßen – Kleidung für das Baby. Was benötigt so ein kleines Menschlein eigentlich alles? Wie viel und worauf gilt es sonst noch zu achten? Auf viele Fragen hätte ich selbst gerne in meiner Schwangerschaft eine hilfreiche Antwort gehabt. Dann wäre mir vermutlich manches Kopfzerbrechen und Ratlosigkeit erspart geblieben. Deshalb habe ich euch in diesem Beitrag sämtliche Tipps und Antworten auf meine ehemals großen Fragezeichen rund um das Thema Babykleidung zusammengestellt. So könnt ihr euch bereits im Voraus ein grobes Bild machen, was Sinn und was vielleicht weniger Sinn in puncto Anschaffungen macht.

  • Mit Bedacht kaufen
    Ich weiß, es macht unglaublich viel Spaß bereits in der Schwangerschaft süße Babyklamotten zu shoppen. Vorallem im Mutterschutz hat man massig Zeit süße Outfits zu kaufen. Kauft aber nicht zu viel! Kleidung ist ein beliebtes Geschenk zur Geburt und ihr werdet sicher mit dem ein oder anderen Strampler, Body, usw. überrascht werden. Und es ist doch wirklich schade, wenn man am Ende massig Klamotten (in derselben Größe) hat, die das Baby nicht oder nur selten getragen hat, bevor es schon wieder rausgewachsen ist.
    Aber welche Menge ist denn nun vernünftig?
    Rückblickend würde ich sagen, dass wir mit 4-6 Teilen pro Kleidungsstück ganz gut gefahren sind. Auch hier ist die Menge natürlich wieder abhängig davon, ob ihr ein Baby habt, das viel spuckt und öfter am Tag umgezogen werden muss, oder wie oft ihr „Lust“ habt die Waschmaschine anzuwerfen.

  • Wickelbody vs. normaler Body
    Wickelbodys sind super für Babys, die sich Kleidung nicht gerne über den Kopf ziehen lassen. Allerdings sind sie mit „viel“ Aufwand beim Anziehen verbunden. Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs mit denen gar nicht klar gekommen bin, da man den Body erstmal richtig „wickeln“ muss, bevor man dann an die 8 Knöpfe zumachen muss. Spätestens wenn das Baby richtig mobil wird und beim Anziehen nicht mehr liegen möchte, rate ich von diesen Bodys ab, wenn ihr nicht die Krise kriegen wollt. 😀
    Wenn euer Baby allerdinges kein Problem mit über den Kopf ziehen hat, könnt ihr zu normalen Bodys greifen.
    Am besten also mal beide da haben, ausprobieren und die entsprechenden nach Bedarf nachkaufen.

  • Kleidungsstücke ohne Kapuze für die ersten Monate
    Okay, Cardigans mit Kapuzen sind wirklich süß. Sehr süß. Aber sie sind für Säuglinge leider einfach total unpraktisch. Da sie die ersten Monate ausschließlich liegen, müssten sie die Kapuze ständig aufhaben, weil sie sonst unbequem draufliegen würden. Das heißt, man muss bevor man das Baby hinlegt, erst mal die Kapuze „hindrapieren“.
    „Sinn“ machen solche Kleidungsstücke frühestens ab circa einem halben Jahr, wenn die Kleinen anfangen zu sitzen.

  • Einschlagdecke statt Schneeanzug in der Babyschale:
    für Herbst-/Winterbabys

    Es ist wichtig, dass ihr eurem Baby keine dicke Jacke oder einen Schneeanzug in der Babyschale anzieht. Darunter entstehen nämlich Luftpolster, wodurch das Baby nicht mehr straff genug angeschnallt werden kann und im Falle eines Unfalls nicht ausreichend geschützt ist.
    Liam war ein Herbstbaby und wir hatten für den Anfang eine Einschlagdecke aus Fleece in der Babyschale verwendet. Diese hat auch bei etwas kühlerem Herbstwetter gut warm gehalten. Einschlagdecken haben Schlitze eingearbeitet, durch die ihr die Gurte fädeln könnt. So könnt ihr das Baby normal anschnallen und die warme Decke dann darüber legen.
    Für den kalten Winter hatten wir dann einen warm gefütterten Fußsack, durch den sich ebenfalls die Gurte fädeln ließen.
    Solche Einschlagdecken bzw. Fußsäcke sind außerdem viel praktischer als Jacken, da ihr zB im Supermarkt einfach die Decke öffnen könnt, wenn es zu warm ist, statt das Baby ausziehen zu müssen.

  • Strampler vs. Zweiteiler
    Strampler sind einerseits total praktisch, da ihr nur noch einen Body darunter benötigt und das Baby fertig angezogen ist. Außerdem gibt es kein Oberteil, das ständig nach oben rutscht und man wieder runterziehen muss.

    Außerdem braucht ihr keine zusätzlichen Socken (bei Stramplern mit Fuß) die gerne verloren gehen. Der Nachteil ist jedoch, dass Strampler mit Fuß schneller zu klein werden, als wenn ihr ein Oberteil + Hose kombiniert. Unser Liam hatte auch oft das Problem, dass die Füße an den Stramplern viel zu klein waren (obwohl er keine übermäßig großen Füße hat).
    Ihr solltet bei dieser Kombi allerdings darauf achten, Strampler mit Knöpfen im Schritt zu kaufen, damit ihr es leichter beim Wickeln habt. Alternativ könnt ihr Strampler ohne Fuß wählen, welche ihr dann definitiv länger anziehen könnt. Diese sind außerdem besser für Tragebabys. Da bei Stramplern mit Fuß oft ein Zug auf die Füße bzw. Beinchen des Babys entsteht, weil der Strampler durch das Tragen nach oben gezogen wird.
    Auch hier ist es ratsam von beiden Kombis was da zu haben und auszuprobieren, womit ihr persönlich besser klar kommt.

  • Material!
    Kleidung aus reiner Baumwolle und/oder Wolle solltet ihr bevorzugen. Diese Textilien sind atmungsaktiv und am freundlichsten für die empfindliche Haut eures Babys. Nicht geeignet sind hingegen Kunstfasern wie Polyester, in denen das Baby schwitzt und im schlimmsten Fall einen Ausschlag bekommen kann. Das Praktische an Baumwolle ist außerdem, dass ihr die Kleidung auch bei 60 Grad (oder höher) waschen könnt (was bei Windelunfällen etc. schnell mal nötig ist :D).


  • Durchblick im Größenwirrwarr
    Babykleidung fällt von Laden zu Laden größentechnisch manchmal ganz schön unterschiedlich aus. So haben wir z.B. bei C&A grundsätzlich eine Nummer größer kaufen müssen, da die Kleidung dort kleiner ausfällt.
    Lasst euch auch nicht von Kilo- oder Monatsangaben auf Kleidung irritieren! Erstens hat jedes Kind eine andere Körperstatur und wiegt nicht unbedingt so viel oder wenig, wie auf den Kleidungsetiketten für den jeweiligen Monat steht.

  • Praktibilität!
    Das schönste Kleidungsstück kann für euer Baby beim Anziehen zum Albtraum werden, wenn es unpraktisch ist. Achtet deshalb unbedingt darauf, dass z.B. auf dem Rücken keine Knöpfe angebracht sind. Sonst müsst ihr das Baby jedes mal auf den Bauch drehen, um sie zuzumachen und außerdem ist das beim Liegen ziemlich unbequem.

  • Söckchen
    Ja, auch hier muss etwas beachtet werden. Babysöckchen sollten Erstlingsgröße haben und unbedingt elastisch sein, sodass ihr sie einerseits bequem anziehen könnt und sie andererseits nicht runterrutschen, was bei strampelnden Babys und unelastischen Wollsöckchen leider sehr schnell passieren kann. Falls ihr ein Herbst- oder Winterbaby habt, ist es empfehlenswert, einen größeren Vorrat an Söckchen dazuhaben, da die mini Söckchen schnell mal in der Wäsche untergehen & man wenig Lust und Zeit hat, ständig Socken zusammenzusuchen.

  • Mützen mit Ohrenklappe
    Achtet beim Mützenkauf unbedingt darauf, dass eine Ohrenklappe dran ist. Bei Erstlingsmützchen ist das eigentlich immer der Fall. Aber auch wenn euer Kind größer ist, ist das total praktisch. Bei Mützen ohne Ohrenklappe hatten wir oft das Problem, dass wir die Mütze weit in’s Gesicht ziehen mussten und selbst dann die Ohren nur gerade so bedeckt waren und man ständig damit beschäftigt war, die Ohren einzupacken.

  • Größe 50 nicht außer Acht lassen!
    Wie oft hört man, dass man bloß nix in Größe 50 kaufen soll, sondern am besten gleich alles in 56 (oder noch größer), denn 50 passt sowieso nicht (lange). Das kann ich so nicht bestätigen. Unser Liam hat mit anfänglichen 46cm circa 8 Wochen lang Größe 50 getragen (sogar Größe 44 hätte einige Wochen gepasst). Leider wussten wir vor der Geburt seine aktuelle, geschätzte Größe nicht, da er schon ziemlich tief im Becken lag und nicht mehr vermessen werden konnte. Wir hatten ausschließlich Kleidung in Größe 56 zuhause, wie es uns empfohlen wurde und es musste alles zig mal umgekrempelt und hochgeschlagen werden. Das muss meiner Meinung nach wirklich nicht sein und unpraktisch zum Anziehen ist es noch oben drauf.

    An sich könnt ihr euch aber an der geschätzten Größe (falls euer Baby gegen Ende der Schwangerschaft noch vermessen werden kann) etwas orientieren und ungefähr abschätzen, ob ihr Größe 50 benötigen werdet oder nicht. Im Zweifelsfall 1-2 Outfits vorbereitet haben und wenn ihr noch mehr benötigt geht der Papi sicher los und shoppt nochmal nach.

    Ich hoffe es war der ein oder andere hilfreiche Tipp für euch dabei! Erzählt mir auch gerne von euren Tipps und must-haves bei der Babykleidung! 🙂

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